Die Weltzeituhr am Alex

Die Weltzeituhr am Alexanderplatz ist ein bekannter und beliebter Treffpunkt im Zentrum von Berlin. Fast jeder Berliner hat sich hier schon einmal verabredet, aber auch viele Touristen nutzen diesen markanten Punkt, um sich zu treffen. Schon vor der Aufstellung der Weltzeituhr hatte es auf dem Alexanderplatz zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Treffpunkt "Urania-Säule" gegeben. Es handelte sich um eine Säule, die mit einer Uhr der Uhrenfabrik  Urania bestückt war und sich ebenfalls als Treffpunkt bei den Berlinern großer Beliebtheit erfreute.
Nach Zweiten Weltkrieg fanden unter der DDR Führung weitreichende Umbauarbeiten am Alexanderplatz statt. Verschiedene Wettbewerbe wurden für die Ausgestaltung des Platzes ausgeschrieben. Der Industrieformgestalter Erich John bekam mit seiner Idee der Weltzeituhr für die Ausschreibung zur Neugestaltung der Urania-Säule den Zuschlag. Er realisierte die Uhr vom Entwurf bis zur Fertigstellung innerhalb von neun Monaten (1968-69). In Feierabendbrigaden koordinierte er die Zusammenarbeit von 120 Kollegen aus der Kunsthochschule und den Optischen Werken Rathenow. In der Uhr wirken ein Trabi-Getriebe und ein Kugellager aus Rothe Erde Dortmund zusammen - ein frühes technisches deutsch-deutsches Arrangement, das Erich John mit Geschick und Mut einfädelte.

Der Film liegt in deutscher und englischer Sprache vor.

Buch/Regie Regine Hilt | Kamera/Schnitt Axel Gerke | Ton Andreas Presche

 

Vielen Dank an cinemadirekt und Axel Gerke für die wunderbare Zusammenarbeit und den Trailer!